Das Systembrett als Werkzeug in der Beratungspraxis

Das Systembrett als Werkzeug in der Beratungspraxis

Familienaufstellung nach Hellinger sind mittlerweile fast jedem bekannt. Aber das sich Familiensysteme auch anders sichtbar machen lassen, wissen nur Wenige.

Noch immer ist die „Systemische Therapie/Beratung“ bei vielen Menschen ein unbeschriebenes Blatt, obwohl sie sehr viele Vorteile bringen kann. Der ratsuchende Klient wird hier nicht als Einzelperson sondern als „Interagierender“ eines Systems gesehen, dass ihn beeinflusst, und er selbst auch das System.

 

Aufstellungsarbeit nach Hellinger

Eine Möglichkeit ein solches System sichtbar zu machen, ist das Familienstellen nach Hellinger, das jedoch nicht zur allgemeinen systemischen Therapie zählt. Hierbei wird eine Situation durch sog. reale „Stellvertreter“  im Raum gestellt. Die Situation kann durch „umstellen“ der einzelnen Personen, Ausdruck von Gefühlen und Wahrnehmungen, und durch sprechen von Lösungssätzen so beeinflusst werden, dass sich die Situation lösen kann. Die dadurch entstandene neue Energie hat somit Einfluss auf das gesamte System

 

Das Systembrett

In der systemischen Therapie/Beratung arbeiten wir hier mit dem sog. Systembrett. Bestehend aus einem Brett und unterschiedlichen Holzfiguren, sowie zusätzlichen Elementen um bestimmte Situationen und Gefühle besser ausdrücken zu können. Hier ein Beispielfoto eines Systembrettes:

Systembrett

Bildquelle: Internet

 

Vorgehensweise

Der Klient stellt nun seine Situation die gelöst werden soll, mit den Figuren, und anderen Gegenständen, auf dem Brett nach. Dabei kann er sich entscheiden wer wie, zu seinem System gehört: Personen die zum System gehören, oder „nahestehend“ sind, stehen innerhalb der Markierung, Personen die nur unmittelbar zum System gehören, oder die „ausgegrenzt“ werden, stehen außerhalb der Markierung.

Der Klient ist während des Aufstellungsprozesses alleine und unbeobachtet. Er hat die notwendige Zeit sein System in aller Ruhe aufzustellen. Erst wenn alles an seinem Platz ist kommt der Therapeut/Coach hinzu und die eigentliche Arbeit kann beginnen.

Zuerst kann der Klient sein System in „Augenschein“ nehmen. Dabei darf er das Brett von allen Seiten aus betrachten und die Situation auf sich wirken lassen. Aufkommende Gefühle, die durch eine bestimmte Sichtweise beim Klienten entstehen werden wahrgenommen und dürfen ausgedrückt werden.

Der Coach nimmt dabei nur eine unterstützende Funktion ein. Dabei kann er den Klienten durch bestimmte systemische Fragetechniken zu mehr Klarheit verhelfen.

Der Ratsuchende kann zu jeder Zeit auf seinem Brett die Personen umstellen, und bei sich nachfühlen was sich dadurch verändert. Dieser Vorgang ist erst dann beendet, wenn der Klient mit dem Bild seines Systems einverstanden ist, wenn es für ihn stimmig ist.

Sollte dies in einer Sitzung nicht gelingen, kann der Coach nach Einverständnis des Klienten die Situation per Foto festhalten, sodass sie zu einem späteren Zeitpunkt nachgestellt und nachbearbeitet werden kann.

 

Unterschiede zur Aufstellungsarbeit nach Hellinger

Es werden keine Lösungssätze gesprochen. Der Klient steuert seinen Prozess selbst. Der Coach/Therapeut nimmt eine unterstützende Funktion ein. Die Lösung des Problems ergibt sich durch die Sichtweise und den dadurch angestoßenen inneren Prozess des Klienten, sowie die dadurch entstehenden Erkenntnisse.

Die, durch den Aufstellungprozess gewonnen Erkenntnisse, können dann in evtl. späteren Sitzungen weiter bearbeitet werden.

 

Neugierig geworden?

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